FDP.Die Liberalen
Kanton Zürich
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27.09.2019

Gaht’s-no!-Priis 2019 Gewinner-Geschichte: «Nach 30 Jahren muss ein Uhrenhändler plötzlich bei allen seinen Produkten die Preise anschreiben – Jetzt fürchtet er sich vor Raubüberfällen»

Die Bürokratie überbordet im Kanton Zürich leider immer mehr. Die FDP kämpft seit vielen Jahren gegen diese Auswüchse. Sie verlieh deshalb heute bereits zum zehnten Mal den «Gahts-no!-Priis» für die absurdeste Bürokratiegeschichte. 2019 geht der Preis an einen Uhrenhändler in der Stadt Zürich, der nach 30 Jahren plötzlich bei allen seinen Produkten die Preise anschreiben muss.

Auch in diesem Jahr sind der FDP Kanton Zürich wieder unglaubliche Bürokratie Begebenheiten zugetragen worden. Eine vierköpfige Jury der FDP hat daraus drei Geschichten nominiert, welche an der Preisverleihung vorgestellt wurden.

Blaue Parkkarte

Ein Automobilist erhielt eine Busse von über CHF 40.-- und eine blaue Parkkarte klemmte unter seinem Scheibenwischer. Dabei hatte er die Karte eigentlich richtig eingestellt. Erklärung der Polizei: Seine Parkkarte war zwar richtig eingestellt aber zu klein. Sie war 1cm zu schmal und 3cm zu wenig hoch. Nach Eidgenössischer Signalisationsverordnung sind Grösse, Schrift, Farbe und Zeitangabe genauestens geregelt. Ein paar kleine Quadratzentimeter sind also ein grosses Problem für den Staat.

Nach 30 Jahren muss ein Uhrenhändler plötzlich bei allen seinen Produkten die Preise anschreiben - jetzt fürchtet er sich vor Raubüberfällen

Den Uhrenladen auf der Zürcher Rathausbrücke gibt es seit Jahrzenten. Aus Sicherheitsgründen sind die Uhren nicht mit einem Preis versehen. Doch nach 29 Jahren kommt ihm auf einmal die nationale Preisbekanntgabeverordnung in die Quere. Die Wirtschaftspolizei kam vorbei und teilte dem Uhrenhändler mit, dass er die Preise seiner Uhren im Schaufenster anbringen müsse. Passe er die Beschriftung nicht an, werde er gebüsst. Anschreiben will er die teuren Uhren auf keinen Fall. Es geht ihm vor allem darum, Gelegenheitsdiebe nicht auf dumme Gedanken zu bringen. Die Busse ist mittlerweile eingetrudelt.

Ein Wirt wehrt sich gegen rigide Beizen Vorschriften

Die Stadt Winterthur lehnte das Gesuch eines Wirts ab, im Sommerhalbjahr zusätzliche Bistrotische vor seiner Bar aufzustellen. Trotz Einverständnisses der Nachbarn entschieden die Behörden: «Vor nicht zum Betrieb gehörenden Fassadenflächen werden keine Aussenwirtschaften geduldet». Der Wirt reichte im Anschluss eine Petition mit rund 60 Unterschriften ein, die nach seinen Angaben zufolge auch Konkurrenten unterzeichneten. Bürokratie geht vor Belebung in der Stadt Winterthur.

Der «Gaht’s-no!-Priis 2019» wird von der FDP Kanton Zürich an «Nach 30 Jahren muss ein Uhrenhändler plötzlich bei allen seinen Produkten die Preise anschreiben» verliehen, weil übertriebener Bürokratie definitiv Paroli geboten werden muss! «Der «Gaht's-No!-Priis» hat auch nach 10 Jahren kein bisschen an Relevanz verloren», schliesst Matthias Schneider, Vorstands- und Jurymitglied der FDP Kanton Zürich.

www.buerokratieabbau.ch

 

Kontakte:

Matthias Schneider, Vorstands- und Jurymitglied FDP Kanton Zürich, 079 744 68 46

Hans-Jakob Boesch, Parteipräsident, 078 819 64 65

Beatrix Frey-Eigenmann, Fraktionspräsidentin, 079 789 86 58

Urs Egger, Geschäftsführer FDP Kanton Zürich, 079 346 49 93